Heidelberger Sommertagszug in der Altstadt am 14. März 2010
 
Am Sonntag dem 14. März 2010 schmückt der Sommertagszug wieder die Hauptstraße. Allen voran führt Liselotte von der Pfalz, im 25. Jahr verkörpert durch Regine Güntert, das bunte Treiben an.
Trommler, Musik und bunte Butzen sorgen für Augen- und Ohrenfutter, Sommertagsbrezeln für die Stärkung der Zugteilnehmer.
 
Der Sommertagsbrauch ist eine regionale Besonderheit. Frühe Quellen aus dem 16. Jahrhundert belegen seine Existenz im Kurpfälzer Raum, der Pfalz und Rheinhessen. Argwöhnisch wurde diese doch sehr fröhliche Unterhaltung mitten in der Fastenzeit zu streng protestantischen Zeiten beäugt: In einer Polizeiverordnung von 1582 wird neben den „verbottenen Täntzen“ und „schendtlichen Liedern“ auch das „Butzen gehen“ als heidnische Unsitte gebrandmarkt, was die Jugend aber wohl nicht davon abhielt, dem Winter lautstark Lebewohl zu sagen. Schließlich ist der Brauch in den Briefen der Liselotte um 1700 mit viel Detailfreude und Wehmut erwähnt. So werden auch dieses Jahr Tänzer szenisch den Wechsel der Jahreszeiten darstellen, an den sich nach diesem langen Winter die Hoffnung knüpft, dass der Sommer als Sieger hervorgeht.
 
Teilnehmer finden sich um 14.30 Uhr an der „Kleinen Plöck“ zur Zugaufstellung ein. Der Zug geht um 15 Uhr vom Bismarckplatz in Richtung Marktplatz. Die Kapelle der HSB und die Musikvereinigung Pfaffengrund, die bunten Butzen und der König Winter, der am Ende verbrannt wird, gesellen sich dazu. 
 
Das Bühnenprogramm wird vom „Heidelberger Studio für Ballett und Gymnastik Horst Remus“ mit viel Charme dargeboten. Unter der Leitung von Karin Zinner tanzen Anne Wagenbach und Daniel Lewis als „Sommer“ und „Winter“.   
 
Zu diesem traditionsreichen Fest laden der Ausschuss für den Sommertagszug, sowie die zahllosen freiwilligen Helfer, alle Kinder und Erwachsenen herzlich ein.

  
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