Der Osterhase
Der Osterhase ist der österliche Bote, der den Kindern nach mitteleuropäischen Brauch zu Ostern die bunten Oster-Eier bringt, nachdem er sie zuvor mit bunten Farben bemalt hat. Die Eier werden vom Osterhasen im Garten bzw. im Freien versteckt und werden am Morgen des Ostersonntags voller Freude und Begeisterung von den Kindern gesucht. Der Hase spielte bereits in der germanischen Mythologie als Begleiter der Fruchtbarkeitsgöttin Ostara eine Rolle. Der Hase gilt auch als Sinnbild eines friedlichen, selbstlosen Wesens, das die Not anderer erkennt
OSTER-Hasengedicht von Hedwig Diestel
|
Der Hase kommt! Seid alle still,
ihr Kinder, haltet Ruh´!
Weil er euch überraschen will,
macht eure Augen zu !
|
Er hüpft zum Neste in der Nacht,
Springt fort im schnellen Lauf.
Was hat er schönes mitgebracht?
Macht eure Augen auf!
|
Das Osternest mit frischem Gras
Mit der Gestalt des Osterhasens ist der Brauch des Eiersuchens fest verbunden. Die gefundenen Eier werden im Osterkörbchen oder im Osternest gesammelt. Besonders spannend für kleinere Kinder ist es, ein Osternest mit frischem Ostergras zu ziehen. Hierzu benötigt man eine kleine Tonschale und Sprießkornweizen. Die Saat muß gut feuchtgehalten werden; bei Raumtemperatur wächst sie dann innerhalb von 2 Wochen hoch genug für ein Nest, das dann am Abend vor Ostersonntag ins Freie gestelle werden kann, damit der Osterhase seine Eier hineinlegt.