Die Mühlen zwischen Weinheim und Birkenau
Sechsmühlental
Die sechs Mühlen des Birkenauer Tals befinden sich wie an einer Perlenkette aufgereiht mit einem Höhenunterschied von 27 Metern auf einer Strecke von 1,5 Kilometern rechts entlang der Straße von Weinheim a.d.Bergstrasse ins erste hessische Städtchen Birkenau.
Sie klappern zwar nicht mehr alle am rauschenden Bach, aber zum alten Eisen gehören die Mühlen im Birkenauer Tal gleich hinter Weinheim dennoch nicht. Die „Fuchs’sche Mühle“ ist ein feines Restaurant mit Hotel geworden, die Carlebachmühle ist als Gewerbestandort ein Ort der Kreativen, in der Oberen Hildebrand’schen Mühle ist ein exklusives Einrichtungsgeschäft untergebracht. Zwei Wasserkraftwerke erzeugen sogar „Woinemer Strom“ für die Stadtwerke. So gesehen sind sie fast alle noch in Betrieb. Und die Mühlen, jeweils im Abstand von 200 Metern aufgereiht wie an einer Perlenkette, sind als touristische Attraktion längst geschätzt – quasi als grünes Band zwischen der Zweiburgenstadt Weinheim a.d.Bergstrasse und dem Odenwald, der gleich im südhessischen Nachbarstädtchen Birkenau beginnt.
Alle Mühlen haben zumindest eine Gemeinsamkeit, sie sind denkmalgeschützte Prachtbauten einer längst abgeschlossenen Epoche der Industriegeschichte. Sie könnten Geschichten erzählen, rauschend und gurgelnd wie das Odenwaldflüsschen Weschnitz, das durchs Birkenauer Tal hinunterfließt und sie bis heute teilweise antreibt. Seit einigen Jahren kümmert sich der Walter Fuchs, der Weinheimer Gastronom und ehemalige Chef der „Fuchs’schen Mühle“ um das „Sechs-Mühlen-Tal“ und wirbt intensiv für die Schönheiten des wildromantischen Tals.
Mittlerweile ist es vom UNESCO-Geo-Naturpark zum „Geopunkt“ geadelt worden, ein kleines Mühlenmuseum ist aufgebaut, in dem historische Geräte und Malsteine zu betrachten sind. An einem echten Rundweg auf den Spuren der Geschichte wird gearbeitet.
Das „Sechs-Mühlen-Tal“ gilt übrigens nicht nur als Industriedenkmal, sondern auch als Ort der Odenwälder Naturschauspiele. An der Weschnitz und im Wald am Nordwest-Fuß des Wachenberges kann man sogar seltene heimische Vögel wie die Wasseramsel, den Eisvogel oder Gebirgsstelzen beobachten. Walter Fuchs kann Geschichten erzählen, wie ein Mühlrad klappert. Er selbst hat vor Jahren den Begriff vom „Sechs-Mühlen-Tal“ geprägt. Walter Fuchs ist vorbelastet, wenn man so will; schon sein Großvater Georg Fuchs hat Anfang des 20. Jahrhunderts Bücher über die Weinheimer Mühlenbetriebe verfasst. Die Blütezeit der Mühlen liegt etwa um 1800 herum, in Weinheim existierten zu dieser Zeit mehr als ein Dutzend Mühlen. Die sechs Mühlen des Birkenauer Tals befinden sich wie an einer Perlenkette aufgereiht mit einem Höhenunterschied von 27 Metern auf einer Strecke von 1,5 Kilometern rechts entlang der Straße von Weinheim ins erste hessische Städtchen Birkenau. Im Ensemble bieten die Mühlen eine besonders romantische Kulisse im engen und mit alten Bäumen dicht bewachsenen Tal. Als erste Mühle wurde die Carlebachmühle einst 1451 urkundlich erwähnt, die jüngste ist die 1844 erbaute Kinscherf’sche Mühle. Sechs-Mühlen-Tal in Weinheim Kontakt über Walter Fuchs, Telefon 06201-100291
Das Sechs-Mühlen-Tal präsentiert sich am mit einem kleinen Mühlenmuseum
Der UNESCO-Geo-Naturpark hat es im letzten Herbst zum „Geopunkt“ geadelt, die örtlichen Freien Wähler haben einen Teil des Uferweges aufgewertet und betreuen engagiert den „Mühlenweg“ als ihr Projekt. Walter Fuchs, der unermüdliche „Mühlental-Motor“, hat in den letzten Wochen sogar ein kleines Mühlenmuseum aufgebaut, in dem historische Geräte und Malsteine zu betrachten sein werden. Am Pfingstmontag, wenn sich Weinheim mit seinem wildromantischen „Sechs-Mühlen-Tal“ wieder am „Deutschen Mühlentag“ beteiligt, wird das Mühlenmuseum eingeweiht – eine weitere Bereicherung des Weges, auf dem die sechs Mühlen aufgereiht sind wie auf einer Perlenschnur.
Der Weg entlang des Odenwaldflüsschens und der historischen Mühlgebäude ist ein Kleinod im Spannungsfeld zwischen Industriegeschichte und Naturerlebnis. Denn das „Sechs-Mühlen-Tal“ gilt nicht nur als Industriedenkmal, sondern auch als Ort der Odenwälder Naturschauspiele. An der Weschnitz und im Wald am Nordwest-Fuß des Wachenberges kann man sogar seltene heimische Vögel wie die Wasseramsel, den Eisvogel oder Gebirgsstelzen beobachten.
Geführte Wanderungen finden regelmässig sowie am Mühlentag an Pfingsmontag statt.
Anmeldungen und Anfragen für die Führungen 06201-100291 (Walter Fuchs).
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