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Natur, Kunst und historische Bauwerke

Park Rosenhöhe Darmstadt

Die Rosenhöhe in Darmstadt ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Kunstinteressierte. Neben der landschaftlichen Vielfalt bilden historische Gebäude und  zeitgenössische Kunstwerke einen schönen Rahmen zum Enspannen und Erholen.

Der frei zugängliche Park Rosenhöhe gilt als einer der schönsten Gärten in der Umgebung. Er iegt in unmittelbarer Nähe zur Mathildenhöhe und bildet zusammen mit den berühmten Jugendstil-Bauwerken ein Gesamtkunstwerk inmitten der City.

 

Bereits der monumentale Haupteingang – das Löwentor – ist beeindruckend. Hat man die mächtigen Klinkersäulen mit den Löwen und Bronzereliefs durchschritten, kann man auf gut begehbaren Wegen durch den Park spazieren, in dem Natur, Kunst und historische Bauwerke eine einmalige Symbiose bilden. Wer seinen Spaziergang ein wenig ausdehnen möchte, sollte das angrenzende Naherholungsgebiet Oberfeld erkunden, das zu den letzten landwirtschaftlich genutzten Flächen innerhalb der Stadt zählt. Das dazugehörige Hofgut Oberfeld bietet ein Café und einen Hofladen.

Der Park
Im Park Rosenhöhe gehen Natur, Kunst und Kultur eine Symbiose ein und vereinen sich zu einer Oase der Ruhe und Erholung. Duftende Rosen, blühenden Stauden, Kräutergarten, Wiesen und über 1.500 - zum Teil außergewöhnlichen Bäumen - verleihen dem Park rund ums Jahr landschaftliche Vielfalt. Kernstück der Parkanlage ist das Rosarium mit dem Rosendom. Hier blühen von Mai bis November mehr als 10.000 unterschiedliche Rosen. Außerdem sind im Park historische Bauwerke und zeitgenössische Kunstwerke zu sehen. Zu den Highlights zählen das Teehäuschen, der spanische Turm, das Pförtnerhäuschen, diverse Skulpturen sowie die Mausoleen und Grabstätten der großherhoglichen Familie.

Führungen und Veranstaltungen
In den Sommermonaten finden öffentliche Führungen und Veranstaltungen (u.a. kostenfreie Konzerte) statt. Die Termine werden auf der homepage der Rosenhöhe bekannt gegeben. Individuelle Führungen können über Darmstadt-Marketing gebucht werden. Außerdem besteht die Möglichkeit via Audio-Guide die Rosenhöhe zu erkunden. Nähere Informationen sowie die erforderlichen QR-Codes sind im Darmstadt-Shop am Luisenplatz kostenpflichtig erhältlich.

Historie
Die Entstehung der Rosenhöhe geht auf das Jahr 1810 zurück. Großherzogin Wilhelmine (Gemahlin von Ludwig II), lies sich den Park zum Repräsentieren und Erholen anlegen. Baumeister war der berühmte Gartenarchitekt Michael Zeyher, der u.a. auch den Schwetzinger Schlosspark gestaltete. Er legte den Park Rosenhöhe im Stil eines englischen Landschaftsgartens mit seltenen Bäumen und Sträuchern an. Hofarchitekt Georg Moller ergänzte die Anlage mit Teehäuschen und Pavillons. Außerdem entstand ein kleines Wohnhaus für die Großherzogin.

Chronik
Im Jahr 1826 wurde der Park zur Begräbnisstätte der Großherzoglichen Familie. Wilhelmine ließ für ihre erst fünfjährig verstorbene Tochter Elisabeth eine Grabstätte (altes Mausoleum) in Form eines kleinen griechischen Tempels errichten. Später wurde das sogenannte „Neue Mausoleum“ für weitere Mitglieder der großherzoglichen Familie ebaaut. Die „Fürstengräber“ im Freien sind Ruhestätten von Prinzessin Elisabeth, die im Alter von acht Jahren während einer Russlandreise starb sowie fünf weiterer Familienmitglieder, die bei einem Flugzeugabsturz 1937 ums Leben kamen. Sie waren auf dem Weg nach London zur Hochzeit von Prinz Ludwig.

Nach dem Tod von Großherzogin Wilhelmine erbte der jüngere Sohn Prinz Karl, die Parkanlage. Danach ging der Park an die beiden Söhne Ludwig IV. und Wilhelm über, die die Anlage durch eine Mauer zerteilten. 1894 lies sich Prinz Wilhelm auf seinem Teil ein prachtvolles Palais bauen, das im zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Nach seinem Tod erbte sein Neffe, der letzte Darmstädter Großherzog Ernst Ludwig, den Park und vereinte die beiden Teile um 1900  le wieder.

Ernst Ludwig – auch Begründer der Künstlerkolonie, entschloß sich außerdem, "einen Rosengarten zu schaffen, wie ihn in Deutschland keiner kennt."  Er ließ den Rosengarten nach den Vorbildern italienischer und englischer Rosengärten mit Rosendom, Terrassen und einem Seerosenteich anlegen. Das Zusammenspiel der Rosenanlage mit dem Landschaftspark, der Obstbaumkulturen und den Stauden ging in die Gartenkunst als "Darmstädter Gartenstil" ein. 

Nach dem Ersten Weltkrieg diente der Park als Nutzgarten, im zweiten Weltkrieg wurde er als Ackerland genutzt. Danach verwilderte der Park Rosenhöhe bis er 1979 in den Besitz der Stadt Darmstadt gelangte. Das städtische Gartenamt stellte den Park wieder vollständig her und erweckte ihn zu neuem Leben. Rosarium, Pergolen und Terrassen wurden rekonstruiert und neuen Rosen gepflanzt. Zu seiner Erhaltung und finanziellen Unterstützung hat sich inzwischen der Förderverein Park Rosenhöhe e.V. gebildet.

Kontakt

Förderverein Park Rosenhöhe e.V.
Ludwig-Engel-Weg 12
64287 Darmstadt
Telefon: 06151 - 629 47 84
Webseite: www.park-rosenhoehe.info
eMail: park-rosenhoehe(at)web.de



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