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Weltkulturerbe zum Anfassen, Erleben und Mitmachen

Museumszentrum Kloster Lorsch

In Lorsch gibt es einiges zu entdecken zum Beispiel bei einem Besuch im Museumszentrum.  Das Museumszentrum Kloster Lorsch befindet sich inmitten der Altstadt, in direkter Nachbarschaft der berühmten Königshalle, die von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Der Besuch im Museumszentrum ist lohnenswert. Die Klostergeschichte wird anschaulich gezeigt,  im Tabakmuseum erfährt man Interessantes über den blauen Dunst und findet die größte Tabakpfeife der Welt, im Volkskundemuseum bekommt man einen Eindruck über das tägliche Leben vergangener Zeiten und im Klostergarten kann man den Duft der Krätuer genießen und die Seele baumeln lassen.

Veranstaltungen im Kloster Lorsch

Geschichte zum Anfassen, Erleben und Mitmachen ist das Ziel der Museums- und Erlebnispädagogik im Kloster Lorsch. Im modern ausgestatteten museumspädagogischen Zentrum kümmern sich professionelle Mitarbeiterinnen um Gruppen und Projekte. Die Angebote richten sich an alle, die sich für Kloster und Klosterleben interessieren. Vom Kindergartenkind bis zur Lehrerfortbildung. Die meisten der Themen eignen sich für alle Alters- und Zielgruppen. Zur Auswahl stehen Führungen und Aktivitäten zu den Themen:

  • Schrift und Buchmalerei
  • Heilkunst und Kräuter
  • Bau- und Nandwerskünste
  • Stammbaum, Familienwappen
  • Töpfern
  • Märchen- und Lesenächte
  • Latein 
  • Kochen wie im Mittelalter 

Kinderprogramm

Unter dem Motto "Mittelalter zum Mitmachen finden das ganze Jahr über museumsspädagogische Angebote, Führungen und Veranstaltungen für Kinder, Eltern und Lehrer statt.  Das Angebot richtet sich an Kindergärten, Schulen oder Sonderschulen. 

Wer mehr Zeit mitbringt kann auch als "Mönch" ein ganzen Tag auf dem Klostergelände verbringen. Weitere Angebote gibt es zu den Themen Schreiben,Lateien,Wachs,Latein,Baukunst und Brotbacken.

Event-Location

Die historische Kulisse mit Klosterhalle, Wirtschaftshof und Zehntscheune und die verschiedenen Räume im Museum bieten sich für kreative Freizeitgestaltung von Kindergeburtstagen, Familiennachmittagen, Vereinsveranstaltungen, Betriebsausflüge und Ferienspiele geradezu an. 

Historie

Kloster Lorsch ist seit 1991 Unesco-Welterbe.
Das um 746 gegründete Kloster Lorsch war eines der mächtigsten und bedeutensten Klöster in Mitteleuropa und hatte Bestand bis zur Refomationszeit (1557).  Es wurde im Dreißigjährigen Krieg fast völlig zerstört. Die erhaltene Tor- und Königshalle zählt zu den bedeutensten Relikten vorromanischer Baukunst

Lorsch beheimatet eine beachtliche und bedeutende Bibliothek. Eines der bekanntesten Manuskripte aus Lorsch ist das so genannte Lorscher Arzneibuch, Es ist eines der ältesten Bücher für die Heilung von Krankheiten aus der Epoche der Klostermedizin und wurde in die Liste der UNESCO Weltdokumenterben aufgenommen.

Mit einem Märchenvogel aus einem versunkenen Land hat der deutsche Dichter Werner Bergengruen (1892-1964) die sogenannte „Königshalle“ von Lorsch verglichen – so wenig schien ihm dieses mehr als 1100 Jahre alte Bauwerk in die beschauliche Fachwerkidylle seines südhessischen Umfelds zu passen. Und viele Gäste und Besucher kommen hierher, um staunend zu erfahren, dass fast alles, was mit diesem Bauwerk zusammenhängt, fraglich ist: Funktion, Datierung und baugeschichtliche Einbindung in den gewaltigen Gesamtkomplex, der seit über einem Jahrhundert eine gewaltige archäologische Herausforderung darstellt.

Immerhin ist bekannt, dass das Kloster Lorsch, das zum Jahr 764 ein erstes Mal erwähnt wird, als Abtei des Königs (seit 772), später des Erzbischofs von Mainz (seit 1232), eines der bedeutendsten kulturellen Zentren Europas vor der ersten Jahrtausendwende gewesen ist. In Klöstern wie Lorsch wurde entschieden, welches Wissen der lange zurückliegenden Zeit der Antike die eigene Gegenwart erreichte und der Nachwelt überliefert werden sollte und was nicht. „Das Lorscher Arzneibuch“ ist so ein Werk – es enthält neben einem antiken Rezeptar eine Rechtfertigung der antik-heidnischen Heilkunde aus christlicher Sicht; in Europa um 800 ist das noch alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Auch klassische Autoren wurden in Lorsch kopiert und gelesen – eine Besonderheit scheint das rege Interesse an dem Werk des römischen Dichterfürsten Vergil gewesen zu sein. Rund 300 erhaltene Handschriftenbände, heute weltweit verstreut, bezeugen die herausragende Bedeutung der Lorscher Bibliothek und des klösterlichen Skriptoriums. Insgesamt kann Lorsch im ausgehenden 8. und im 9. Jahrhunderten zu den Zentren der sogenannten karolingischen Bildungsreform gerechnet werden.

Die „Königshalle“ gilt als eines der Bauwerke, das am reinsten die für die karolingische Stilepoche typischen Merkmale zeigt.

Die Mauern der einstigen Abtei umfassten eine kleine „Stadt“, in der natürlich nicht nur Mönche lebten, sondern vor allem die umfangreiche „familia“ des Klosters, die für das Kloster arbeitete. Die im „Lorscher Codex“ enthaltene Klosterchronik hebt immer wieder die kostbare Ausstattung der Kirche und ihr eng verbundener Baulichkeiten hervor. Den reichen bauplastischen Schmuck belegen noch zahlreiche Fundstücke, die heute in einem eigenen Funddepot im Keller des Kurfürstlichen Hauses aufbewahrt werden.

1621 wurden die bis dahin offenbar noch gut erhaltenen und von einer weltlichen Verwaltung gepflegten Baulichkeiten durch spanische Truppen verwüstet und dienten seither als Steinbuch. Nur wenig erinnert heute noch an die einstige Größe und Bedeutung der alten Abtei des heiligen Nazarius.

Kontakt

Museumszentrum
Kloster Lorsch
Nibelungenstraße 32
64653 Lorsch
Telefon: ++49 (0) 62 51 - 1 03 82-0
Webseite: www.kloster-lorsch.de



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